Wie stabil ist China? Innenpolitik und Binnenwirtschaft unter der Lupe

In diesem Vortrag geht es um eine für unsere Zukunft zentrale Frage: Wird Chinas politisches und wirtschaftliches System sich als Gegenentwurf zu den marktwirtschaftlichen Demokratien des Westens im 21. Jahrhundert etablieren und sogar als überlegen erweisen? Sebastian Heilmann untersucht die Voraussetzungen für eine dauerhaft tragfähige politische und dynamische wirtschaftliche Entwicklung im Innern Chinas. Im ersten Teil wird es um die Elastizität der politischen Institutionen, um Steuerungs- und Lernfähigkeit im autoritären politischen System wie auch um gesellschaftliche Spannungen und Entwicklungsrisiken gehen. Im zweiten Teil sollen Leistungs- und Innovationskapazitäten wie auch strukturelle Besonderheiten/Risiken der Staatswirtschaft Chinas für zentrale Wirtschaftsfelder eingeordnet werden. Nicht nur aktuell sichtbare Stärken und Schwächen, sondern insbesondere die dauerhaft wirksame Innovations- und Konkurrenzfähigkeit von Politik und Wirtschaft Chinas kommen auf den Prüfstand.
Datum/Zeit
12.03.2020, 18:30 - 19:45
Ort
Universität Zürich-Zentrum
Rämistrasse 71, 8001 Zürich
Raum: Hörsaal KOL-F-101
Referierende
Prof. Dr. Sebastian Heilmann
Preis
kostenlos
Prof. Dr. Sebastian Heilmann hat den Lehrstuhl für Politik und Wirtschaft Chinas an der Universität Trier inne und ist einer der international bekanntesten China-Experten aus Europa. Von 2013 bis August 2018 war Heilmann als Gründungsdirektor des in Berlin ansässigen, international aktiven Mercator Institute for China Studies (MERICS) tätig. Unter seiner Führung entwickelte sich MERICS zu einer der einflussreichsten europäischen Institutionen der Chinaforschung. Heilmanns Forschungs- und Vortragstätigkeit richtet sich insbesondere auf Chinas Wirtschaftspolitik und Innovationssystem. Von 2010 bis 2013 leitete Prof. Dr. Heilmann die vom Bundesforschungsministerium geförderte Projektgruppe „Industrie- und Technologiepolitik der VR China“. Einige seiner wichtigsten Forschungsarbeiten gingen aus Kooperationsprojekten am Fairbank Center der Harvard University, Harvard-Yenching Institute und Oxford University China Centre hervor. Heilmann verfügt über langjährige Erfahrungen in der Beratung von europäischen Regierungen, Verbänden und Unternehmen. 2014 bis 2019 gehörte er zu den 15 deutschen Vertretern im hochrangigen Deutsch-Chinesischen Dialogforum.
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