Corona und Wirtschaftsethik

Der Lockdown verursacht immense wirtschaftliche Schäden. Bereits jetzt schnellen die Arbeitslosenzahlen in die Höhe und insbesondere KMUs der Gastro- und Kulturbranche sind in der Existenz bedroht. Inwieweit können und sollten wirtschaftliche Aspekte in die Ausrichtung der Strategie zur Bewältigung der Coronakrise einfliessen? Überwiegen das Recht auf Leben und Gesundheit stets und uneingeschränkt bei der Güterabwägung oder sollte zur Vermeidung einer erheblichen Schädigung der Wirtschaft auch eine zügige Lockerung des Lockdowns diskutabel bleiben?
 
Prof. Dr. Markus Huppenbauer
Direktor, Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik, UZH